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Ich mache, also bin ich!

 

Ich "sehe" mich einfach nicht, noch immer nicht. Früher hatte ich offensichtlich mein Selbstwg. aus meiner Außenseiterposition bezogen. Da ist irgendwas verpufft. Obwohl ich mich nirgends zugehörig fühle.
Kann sein, dass ich früher noch den Wunsch hatte, irgendwann eine "sozial wünschenswerte" Rolle einzunehmen.
So den Spieß einfach umzudrehen - vom dissozialen Kind zur sozial anerkannten Mitbürgerin. Stückweit habe ich es ja erlebt, wie angenehm diese Rolle sein kann.
Aber leider, ich kann mich nicht wirklich in dieses gesellschaftliche Geflecht einbringen, ohne völlig assimiliert zu werden. Und davor habe ich viel zu viel Angst. Nämlich Angst, mich selber dabei ganz zu verlieren. Meine Eigenarten, das was mich ausmacht - und was das wäre, darüber sollte ich noch mal gesondert nachdenken. Obwohl, wenn ich nicht an diesem Abgrund stehe, weiß, bzw. spüre ich nicht, was mich ausmacht. Wer ich bin.
Eine üble Verknüpfung.
Ich denke immer öfter, dass ich bis zum Ende meines Lebens immer wieder mit dieser Identidätsfrage konfrontiert werde. Eine lebenslange Pupertät sozusagen.
Nur wenn ich Marmelade koche, Hühner füttere, Kühe melke, Holz hacke, Beeren sammle, etc..., ist meine Identität klar, da stellt sich mir so eine Frage gar nicht: Ich mache, also bin ich!
Aber: wo sind meine Hühner, Kühe, usw.?

28.9.07 13:26
 


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